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telc Zertifikat B2 – Sprechen – Teil 1

Über Erfahrungen sprechen im telc Zertifikat B2 Sprechen Teil 1

 

*Zur besseren Lesbarkeit und Einfachheit wurde in diesem Blog auf spezielle Genderangaben verzichtet. Das männliche Geschlecht steht hier stellvertretend und gleichberechtigt für alle Gender.

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telc B2 Zertifikat Sprechen Teil 1

Tagtäglich unterhalten wir uns mit unseren Freunden oder Arbeitskollegen und erzählen von Geschehnissen aus der Vergangenheit. Wir erzählen von Erfahrungen, die wir gemacht haben und halten aktiv Gespräche mit unseren Mitmenschen, die uns im Gegenzug ihre eigenen Erfahrungen erzählen bzw. uns über weitere Informationen ausfragen. Und das machen wir alle täglich und selbstverständlich.

In diesem Teil der Prüfung sollst du genau dasselbe tun. Nur hast du hier nicht deine Freundin oder einen Kommilitonen neben dir sitzen und einen Kaffee in der Hand, sondern deinen Gesprächspartner, der gerade genauso aufgeregt ist, wie du sowie zwei Prüfer, die dir genau zuhören.  

Aber, ihr schafft das! Und zwar mit Teamarbeit!

1. Überblick – Ablauf und Bewertung

Bei dieser Aufgabe kannst du dich freuen, denn du darfst dich darauf schon zuhause vorbereiten. Super! Sie ist eine Art leichte Einleitungsaufgabe, die du in mit deinem Gesprächspartner innerhalb 5 Minuten erledigen solltest. Dabei hast du 7 Themen zur Auswahl, die sich auf deinen Alltag beziehen (Hobbys etc.). Zwar hast du in der mündlichen Prüfung insgesamt 20 Minuten Vorbereitungszeit, die solltest du aber lieber für die Teile 2 und 3 der Prüfung nutzen. Ich zeige dir gleich, wie du dich für den Teil 1 gut zuhause vorbereiten kannst und in der Prüfung kurze, konkrete Notizen machen kannst. 

Es kann passieren, dass du nicht nur einen Gesprächspartner hast, sondern sogar zwei. Dies ist allerdings die Ausnahme. Auch wenn keine andere Person geprüft wird, kann es passieren, dass ein Prüfer als dein Gesprächspartner dient. Keine Angst: Die Prüfer sind Profis in ihrem Gebiet und wissen, was sie von dir verlangen können und was nicht. Sie werden also auch dementsprechend ihr Deutsch anpassen, wenn sie mit dir sprechen. Auch wenn du zwei Partner hast, verlängert sich die Prüfungszeit von 15 Minuten (Paarprüfung) auf 25 Minuten (3er Prüfung). Die 20 Minuten Vorbereitungszeit bleiben die gleichen.  

Die Prüfer bewerten deine Leistung nach prüfungsinternen Kriterien, die wir uns etwas weiter unten nochmal genauer anschauen werden. Diese stützen sich allerdings auf den GER-Referenzrahmen (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen), welcher deine Kompetenzen als B2-Kandidat beschreibt. Den kannst du dir auch genauer im Internet anschauen. Im Allgemeinen für den Teil Sprechen besagt er aber folgendes: Du kannst dich mit Muttersprachlern in Gesprächen verständigen und aktiv an Diskussionen teilnehmen.

2. Teil 1 – Über Erfahrungen sprechen

a) Aufwärmübung vor der Prüfung

Ganz am Anfang der mündlichen Prüfung gibt es eine kleine Einleitung. Keine Angst, sie wird nicht bewertet, sondern soll zum „Einander kennenlernen“ dienen. Sieh es als Aufwärmübung. Dabei solltest du einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Sei also freundlich und aufgeschlossen, sprich nicht zu viel über dich selbst, sondern frage auch nach deinem Gesprächspartner. Versuche dich zu entspannen und sei nicht zu aufgeregt. Das kann nämlich auch deinen Gesprächspartner irritieren. Das Gespräch sollte auch jetzt schon fließend und locker vorangehen. Und zwar sollt ihr euch hier einander bekanntmachen. Dabei könnt ihr euch die Themen aussuchen. Zum Beispiel kannst du über deine Familie, Hobbys, Erfahrung mit dem Deutschlernen oder der Prüfungsvorbereitung sprechen. Da es sich hier um ein aktives Gespräch handelt, kannst du dich nicht zu 100% vorbereiten. Aber du kannst zuhause schon einmal überlegen, wie du dich deinen Gesprächspartnern vorstellen wirst und welches Thema du ansprechen möchtest.

b) Teil 1 – Vorbereitung

Noch einmal die tolle Nachricht: Auf diese Aufgabe kannst du dich zuhause sehr gut vorbereiten! Du weißt vielleicht nicht welche Fragen die Gesprächspartner dir stellen werden, aber das kannst du zuhause auch schon einmal überlegen und üben. Es gibt verschiedene Dinge, die du zuhause machen kannst. Ich zeige dir, wie du dich gut vorbereiten kannst. (PDF Download)

Hier siehst du also auch die Themen. Davon suchst du dir schon im Vorfeld eines aus. Du kannst dir dann zuhause schon genaue Informationen heraussuchen und diese dir einprägen.

Am besten gehst du dabei folgendermaßen vor: 

  1. Welches Thema interessiert mich und worüber kann ich am meisten erzählen bzw. worüber weiß ich Bescheid?
  2. Schau dir die Stichwörter in den Klammern zu dem bestimmten Thema an. Versuche diese zu beantworten. 
  3. Schreibe einen kleinen Text bzw. Stichpunkte zu den Informationen, die du in deinem kleinen Vortrag sagen möchtest. Dabei kannst du im Internet nach fehlenden Informationen suchen. 
  4. Gehe deinen Vortrag zuhause mehrmals durch. Erst einmal mit deinem Stichpunktzettel, danach versuche nicht mehr abzulesen. Es ist am besten, wenn du die Informationen auswendiglernst, da du deinen Stichpunktzettel nicht mit in die Prüfung nehmen darfst. 
  5. Übe das Ganze vor einer Kamera oder dem Spiegel. Am besten ist, wenn du dich aufnimmst und dich selber mal anschaust.

🡪 Wie sprichst du? Frei/liest du viel? Stockend/fließend? 

🡪 Schaust du deine (imaginären) Gesprächspartner an, oder schaust du viel auf deinen Zettel? Siehst du selbstbewusst oder eingeschüchtert aus?

🡪 Sprichst du zu schnell/langsam/laut/leise? 

🡪 Übe an deinen Fehlern. Du möchtest schließlich selbstbewusst und kompetent aussehen. Denn, du kannst das!

  1. Checke dabei die Zeit! Du hast nur 1,5 Minuten für deinen kleinen Vortrag. Erzähle also nicht zu viel und auf keinen Fall zu wenig. Halte dich an die Vorgaben!
  2. Überlege nun, welche Informationen noch erfragt werden könnten, von den Gesprächsteilnehmern und suche dir dafür auch die richtigen Antworten aus dem Internet aus, falls du sie nicht selbst weißt. 

c) Notizen

Du hast dich zuhause gut vorbereitet und da schon Stichpunkte gemacht zu dem Thema, welches du dann vorstellen möchtest. Leider darfst du diesen Stichpunktzettel nicht mit in die Prüfung nehmen. Es wäre gut, wenn du dir die Informationen einprägst. Du hast aber vor der Prüfung trotzdem nochmal insgesamt 20 Minuten Zeit. Da solltest du dich aber auf die anderen beiden Teile der Prüfung konzentrieren. Du kannst, und solltest, aber 1 Minute für den ersten Teil aufwenden und ganz rasch ein paar Stichpunkte machen. Du kannst die wichtigsten Schlagwörter in der Reihenfolge, wie du deinen Mini-Vortrag gegliedert hast, aufschreiben. Außerdem kannst du dir ein paar schwierige Vokabeln (Wörter, Fremdwörter…) aufschreiben, sowie Redemittel, die du unbedingt benutzen möchtest. 

In der Prüfungssituation bist du nämlich aufgeregt. Die Prüfer und deine Gesprächspartner schauen dich an und du solltest selbstbewusst deinen Vortrag halten. Da kann es schon einmal schnell passieren, dass man plötzlich Begriffe oder Informationen vergisst, die man vor einigen Minuten noch wusste. Schreib dir also ein paar Schlagworte auf, damit du den roten Faden nicht verlierst. Das heißt: Damit du nicht stecken bleibst und selbstbewusst deinen Vortrag halten kannst.

Tipp: Schreibe dir keine Sätze oder längere Stichpunkte auf! Einige wichtige Wörter sollten reichen. Du sollst nämlich den Vortrag so frei wie möglich halten. Deine Notizen sind nur dazu da, falls du steckenbleibst oder dir nicht sicher bist; eine kleine Hilfe also. Je mehr du auf deinem Zettel stehen hast, desto mehr möchtest du ablesen. Das wirkt sich negativ auf deine Note aus. Also Vorsicht!

d) Hör gut zu!

Ob dein Gesprächspartner vor dir oder nach dir dran ist, ist total egal. Höre ihm gut zu! Denn du musst auch Fragen stellen. Dabei solltest du ihn nicht unterbrechen, sondern bis zum Ende des Vortrags warten. Das heißt, du musst dir während dem Zuhören ein oder zwei Fragen überlegen, die du dann am Ende stellen sollst. Hör also gut zu, damit der Sprecher die Frage nicht schon selbst beantwortet bzw. du am Ende ohne Frage dastehst. Das aktive Gespräch wird auch mit bewertet. Das heißt, auch wenn dein Vortrag schon vorbei ist, werden deine aktive Teilnahme am Gespräch bewertet. Das schauen wir uns auch jetzt noch etwas genauer an, damit du weißt, was ich meine.

3. Fokus: Bewertung

Die Prüfer haben eine bestimmte Tabelle, die ihnen die Bewertung der mündlichen Prüfung erleichtert und für jeden gleichberechtigt gestaltet. Ich möchte dir die Tabelle gerne mal zeigen, damit du sehen kannst worauf die Prüfer achten und worauf auf du, achten solltest.

Dabei werden die Prüfer also auf folgende 4 Kriterien achten:

1.

Ausdrucksfähigkeit 

Dass du dich auf den Inhalt beziehst und dich passend ausdrückst (höflich, förmlich…) sowie dich vielfältig ausdrücken kannst.

2.

Aufgabenbewältigung

Ob du dich am Gespräch beteiligst, flüssig sprichst und Strategien benutzt (z.B. in einer Diskussion).

3.

Formale Richtigkeit

Grammatik, Satzbau, Wortwahl

4.

Aussprache/Intonation

Flüssige Sprache, Betonung der Wörter…

4. Lerne am Beispiel

Als Übungsbeispiel kannst du die Aufgaben in der Modellprüfung einmal für dich selbst durchüben. (PDF Download)

Es gibt aber auch ein Beispiel, dass du dir gerne mal durchlesen kannst. Dabei kannst du dir Stellen unterstreichen, die dir wichtig erscheinen. 

Achte dabei auf folgendes:

🡪 Redemittel, die die Sprecher benutzen 

🡪 wie sie sich ausdrücken 

🡪 Inhaltspunkte suchen, die die Sprecher im Vortrag nennen (sollten)

🡪 eventuelle Fehler 

Frage dich: 

🡪 Was haben sie gut gemacht? 

🡪 Was könnte besser sein?

🡪 Was kann ich hieraus lernen und für mich selber in der Prüfung nutzen?

Am Ende des Beispiels siehst du auch, wie die Prüfer es bewertet hätten. Das musst du dir nicht unbedingt anschauen und verstehen. Du kannst aber mal einen Blick darüber werfen. Dabei kannst du versuchen zu verstehen, worauf die Prüfer geachtet haben. Die dazugehörigen Textstellen kannst du dir vielleicht heraussuchen und vergleichen, ob du es auch so gemacht hättest. Aber: dies ist eine schwierige Übung. Wenn es dir schwerfällt: Keine Sorge! Übe einfach an deinem eigenen Vortrag.

Tipp: Schau in unser Video! Dort gehen wir auch einen Teil der Übung gemeinsam durch und schauen, wie wir dieses Beispiel nutzen können, um an unseren Kompetenzen zu arbeiten. 

5. Geschafft – durch Teamarbeit!

Den ersten Teil hast du also dann schon geschafft. Es ist zwar der kürzeste und einfachste Teil der Prüfung, doch er sollte dir helfen mit deinen Gesprächspartnern auf eine Wellenlinie zu kommen. Das heißt, versuche dich mit deinem Partner gut zu verstehen. Auch wenn ihr das nicht unbedingt tut, solltet ihr trotzdem im Team arbeiten. Es ist wichtig, dass ich ihr euch gegenseitig unterstützt. Denn, auch das gegenseitige Helfen und aktives, offenes miteinander sprechen, wird als positiv gewertet. 

Vielleicht denkst du, der andere spricht besser oder schlechter als du. Das ist in dem Moment egal. Ihr müsst euch gegenseitig unterstützen, damit ihr beide mit einer guten Note aus der Prüfung herausgeht. Teamarbeit ist also angesagt, denn nur so seid ihr beide erfolgreich!

Ich hoffe wir sehen uns im Teil 2 wieder und ich konnte dir hier einen guten Überblick verschaffen. Es liegt nun an dir einen kleinen Vortrag zu erstellen, der deine Zuhörer überzeugt. Gutes Gelingen wünsche ich dir!

Alles Gute und bis später! ☺ 

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