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Goethe Prüfung B2 – Sprechen – Teil 1

Sicher Präsentieren: Tipps für deinen überzeugenden Kurzvortrag in der Goethe Prüfung B2 – Sprechen – Teil 1

 

*Zur besseren Lesbarkeit und Einfachheit wurde in diesem Blog auf spezielle Genderangaben verzichtet. Das männliche Geschlecht steht hier stellvertretend und gleichberechtigt für alle Gender.

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Goethe B2 Sprechen Teil 1

Wer Deutsch lernt, möchte immer öfter auch gerne eine Prüfung absolvieren, um sein Können zu beweisen. Ob für den Job, privat oder für das Studium, das Goethe Zertifikat ist eines der berühmtesten Sprachnachweise der Welt. Gerade um miteinander gekonnt kommunizieren zu können, ist der mündliche Teil ein aussagekräftiges Merkmal der Prüfung. Sicherlich gehen die meisten Schüler mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in die Prüfung, wenn es um den mündlichen Teil des Tests geht. Du wahrscheinlich auch!? Aber keine Angst! Dafür zeige ich dir hier ein paar Tipps und Tricks, wie du dich gut vorbereiten kannst und auch in der Prüfung einen kühlen Kopf behältst. Und denke immer daran: die Prüfer verstehen dich. Sie wissen, was du durchmachst, denn sie haben schon so viele Leute vor dir geprüft. Du bist nicht allein! ☺

 

1. Aufbau der Prüfung – Verliere nicht den roten Faden!

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, wie die mündliche Prüfung überhaupt aufgebaut ist, wie sie bewertet wird und worauf besonders geachtet wird. 

Schauen wir uns also zu erstmal einmal die Aufgaben an! Der mündliche Teil der Prüfung ist in zwei Teile gegliedert. Du hast für beide Teile eine Vorbereitungszeit von 15 Minuten. Dabei kannst du ganz in Ruhe die Aufgaben durchlesen und überlegen, was du später alles sagen möchtest. Nutze diese 15 Minuten sehr effizient, denn sie helfen dir strukturiert zu bleiben und den roten Faden nicht zu verlieren. Das heißt, du schaffst dir einen guten Überblick und deine Notizen helfen dir dabei, wichtige Punkte nicht zu vergessen oder wenn du einmal nicht weiterweißt.

Einen Teil dieser Vorbereitungszeit nutzt du für Aufgabe 1 des mündlichen Teils. Hier sollst du ein Thema wählen, bei dem schon einige Ideen und Denkanstöße gegeben sind. Dann sollst du für 4 Minuten darüber sprechen und ein oder zwei Fragen beantworten. Neben den Aufgaben hast du Platz für deine Notizen. Hier gebe ich dir gleich noch ein paar Tipps, wie du die Zeit richtig nutzen kannst. Zunächst ist es aber wichtig, dass du auch verstehst, was die Prüfer von dir verlangen. Es ist zum Beispiel nicht ratsam einfach „drauf los“ zu erzählen. 

Vielleicht hast du es schon einmal gehört: der GER-Referenzrahmen. Das sind Richtlinien, an denen man die Kenntnisse eines Deutschschülers messen kann. Die Prüfer werden also während der Bewertung auf diesen Rahmen achten. Kurz und knapp: Als B2-Sprachler kannst du dich über sämtliche Themen ausdrücken und dazu einen Standpunkt vertreten (also sich eine Meinung mit Vor- und Nachteilen bilden). Dabei sprichst du in einem regelmäßigen Tempo ohne lange Pausen, wobei du zwar mal grammatikalische Fehler machen darfst, aber keine, die das Gespräch unverständlich machen würden.

Die Prüfenden schauen dann auch auf prüfungsinterne Kriterien, die du dir in Ruhe auch im Modellsatz anschauen kannst.

Die Prüfer schauen also darauf,

  • ob du die Aufgabe inhaltlich gelöst hast,
  • ob du flüssig gesprochen hast,
  • ob du das Gespräch richtig geführt hast,
  • ob du Redewendungen und gehobenes Deutsch verwendet hast,
  • ob du Grammatik und Satzbau angemessen benutzt hast

und

  • ob deine Aussprache und Ton angemessen waren.

Ja, ich weiß, das sind sehr viele Infos. Die musst du dir absolut nicht merken und auf die solltest du auch in der Prüfung nicht konkret achten. Es sind aber Dinge, die du zuhause oder mit deinem Lehrer testen und üben kannst.

2. Sprechen Teil 1 – einen kühlen Kopf bewahren

Nun geht es los! Du sitzt mit deinen Prüfern und höchstwahrscheinlich einem anderen Prüfungsteilnehmer am Tisch. Die Aufgaben werden dir erklärt und du bekommst Zeit dich vorzubereiten. Jetzt kommt es drauf an, ob du zuhause schon richtig trainiert hast, denn diese 15 Minuten sind schneller vorbei, als du gedacht hast. Am Anfang schaust du dir Aufgabe 1 an und suchst dir ein Thema aus. Bleib ruhig, atme tief durch und überlege, welche Argumente du bringen kannst. Die Aufgaben sind allgemein immer gleich: Man soll das Thema beschreiben und weitere Formen oder Arten nennen. Eine soll man sich dann auswählen und näher beschreiben. Dazu soll man Vor- und Nachteile nennen. Schweife dabei nicht weit aus, sondern bleibe beim Thema! Hier ein paar Tipps, wie du das am besten machst:

Im Modellsatz des Goethe Instituts zur Prüfung B2 kannst du dir auch ein Beispiel mit Lösung anschauen. Die Lesen-Prüfung ist aufbauend auf den GER-Referenzrahmen entstanden. Er besagt, was man auf welchem Niveau wissen muss. Gerne kannst du dir diesen auch mal anschauen im Internet. Das ist aber nicht prüfungsrelevant, sondern nur eine Info nebenbei. ☺ Das PDF zum downloaden findest du am Ende des Blogs.

Nutze die Fläche für Notizen effektiv!

Teile sie direkt in eine Gliederung auf!

  • Einleitung: sage worüber du nun sprechen wirst
  • Hauptteil: das ist die eigentliche Aufgabe
  • Schluss: wiederhole nochmal zusammenfassend

Benutze keine Sätze, sondern nur Stichpunkte!

  • übersichtlicher
  • du sprichst dadurch freier: Nicht ablesen!
  • Abkürzungen helfen Zeit und Platz zu sparen

Schreibe dir Redewendungen (siehe unten), die du als passend und wichtig findest, an die Seite oder an den unteren Rand des Papiers. Somit vergisst du sie nicht während dem Sprechen.

Vor- und Nachteile beschreiben:

  • Versuche dich in andere Menschen hineinzuversetzen!
  • Stelle dich selbst in einer solchen Situation vor. Was wäre gut? Was wäre schlecht?
  • Gliedere auch hier die Notizen, vielleicht in eine kleine Tabelle.

Jetzt geht‘s los!

Nun ist es an der Zeit deinen Vortrag zu halten. Danach werden dir die Prüfenden und dein Gesprächspartner noch ein oder zwei Fragen stellen. Den Vortrag kannst du auch vorher schon üben. Nimm dir zum Beispiel eines der folgenden Themen und überlege dir einen Kurzvortrag dazu, den du dann vor dem Spiegel oder vor einer Kamera vorträgst. 

Vegane & Vegetarische Ernährung

 

  • Beschreiben Sie Alternativen.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile und bewerten Sie diese.
  • Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer.

Tempolimit auf Autobahnen

 

  • Beschreiben Sie mehrere Formen (z.B. in anderen Ländern)
  • Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile und bewerten Sie diese.

Achte während deines Vortrags auf folgende Tipps:

Lass dein Blatt Papier auf dem Tisch liegen und spiele nicht damit. Falls du den Vortrag im Stehen geben solltest: Verstecke nie dein Gesicht! Das Blatt könnte auch wackeln, weil du vielleicht zitterst. Deswegen: Falte das Blatt und halte es auf Bauchhöhe!

Versuche frei zu sprechen! Du kannst ab und zu auf dein Blatt schauen. Dafür ist es schließlich da. Aber, lies nicht komplett ab und schaue deine Gesprächspartner an!

  • Du wirst einen selbstbewussten Eindruck machen, wenn du den Leuten in die Augen schaust.
  • Versuche auch deine Stimme etwas zu „bewegen“. Ein monotoner Vortrag kann schnell langweilig werden und die Zuhörer verlieren die Lust am Zuhören. 
  • Auch wenn man zu schnell oder zu langsam spricht, kann es passieren, dass die Zuhörer das Interesse verlieren und du dadurch auch Punktabzug bekommen kannst. Wenn man schnell spricht, macht man mehr Fehler. Wenn du zu langsam sprichst, kann es passieren, dass dein Vortrag nicht mehr flüssig genug ist. Finde einen geeigneten Redefluss, der zu dir passt!

Mimik und Gestik:

  • Deine Hände sollten sichtbar sein. Stecke sie nicht in deine Hosentasche!
  • Bewege deine Hände in angemessener Weise. „Fuchtel“ nicht und spiele nicht vor Nervosität an deinen Haaren oder deinem Blatt Papier etc. Das macht deinen Gegenüber auch nervös und macht dein Auftreten und Vortrag weniger seriös. 
  • Zeige deinem Gesprächspartner, dass du ihn verstehst. Ein leichtes Nicken und ein freundliches Grinsen lassen dich freundlich und interessiert erscheinen.

Dein Gesprächspartner:

  • Höre gut zu! Du wirst gefragt werden, auf seinen Vortrag zu reagieren und eine Frage zu stellen. 
  • Überlege dir eine geeignete Frage (noch während dein Partner spricht), die du in deinem Kopf korrekt ausformulierst.

Fokus: Sprache – Redemittel und Lückenfüller

Es passiert so schnell, dass man stecken bleibt und nicht weiß, wie man weiter machen soll. Das geht Jedem einmal so und du bist da nicht allein. Das ist ganz normal. Es gibt allerdings Tricks, wie man diese unangenehme Situation überbrücken kann. Zunächst ist es gut, wenn du dir einige Redemittel anschaust und dir welche aussuchst, die du nicht so schnell vergisst oder die dir einfach gefallen. Dann kannst du in Sprechpausen, wo du nicht genau weiterweißt anstatt „Äh…“ einfach „Außerdem,…“ sagen. 

Lückenfüller „Äh“

  • Versuche ihn bitte zu vermeiden! Es geschieht manchmal mehr als man denkt. Deswegen ist es gut, einen Minivortrag zuhause vorbereitend aufzunehmen. Dann siehst du dich und hörst, wie oft du vielleicht „Äh“ sagst. Erinnere dich während deines Vortrags daran und versuche, ein anderes Wort zu benutzen oder sogar nur eine kleine Atempause einzulegen. 
  • Durch eine Atempause kannst du wieder deine Gedanken sammeln und weitersprechen. Sie hindert dich auch daran, zu schnell zu sprechen und deswegen vielleicht mehr Fehler zu machen. Dein Sprechtempo ist wichtig, denn du sollst korrekte Sätze bilden. 
  • FAZIT: Ein „Äh“ lässt sich kaum vermeiden. Es ist auch nicht schlimm. Aber, dein Vortrag sollte nicht damit übersät sein, sodass man deinem roten Faden nicht mehr folgen kann. 

Wenn du merkst, dass dein Gesprächspartner dich nicht richtig versteht (dabei ist es egal, ob es deine oder seine Schuld ist), dann bleibe ruhig und beende deinen Satz. Versuche nun einfachere Wörter zu benutzen und formuliere deine Idee um. Verlasse dich nicht darauf, dass der Prüfer dir hilft. Es ist gut, wenn man sehen kann, dass du das Problem selbständig lösen kannst. 

Redemittel

  • Um einen Vortrag gekonnt und effektiv zu halten, können Redemittel eine große Hilfe sein. Sie machen deinen Vortrag interessanter und leiten deine Sätze ein. Außerdem helfen sie bei deinen Überleitungen zwischen Themen bzw. Sätzen. Sie gliedern damit deinen Vortrag automatisch mit. 

 

Noch eine kleine Hürde!

Nun hast du deinen Vortrag beendet und dir werden noch ein oder zwei Fragen zu deinem Gesagten gestellt. Leider kann man sich darauf nicht richtig vorbereiten. Passe allerdings darauf auf, dass du richtig zuhörst. Du kannst gerne eine kurze Denkpause einlegen und musst nicht sofort antworten, damit du dir eine strukturierte Antwort ausdenken kannst. Antworte nicht lediglich mit Ja oder Nein, sondern formuliere deine Antworten aus. Erkläre, was du meinst! Falls du in deiner Vorbereitungszeit noch eine Minute übrig hast und noch mehr Ideen zu deinem Vortragsthema hast, kannst du sie klein auf deinem Blatt Papier notieren. Das kann dir vielleicht im Frage-Antwort-Teil helfen. 

3. Jetzt hast du es geschafft: dein Vortrag hat überzeugt!

Glückwunsch! Den ersten Teil der mündlichen Prüfung hast du geschafft! 

Nun kannst du erst einmal kurz durchatmen. Falls alles gut gelaufen ist, kannst du entspannt in die nächste Runde gehen. Der Prüfer wird dir die nächste Aufgabe im Teil 2 der Prüfung anmoderieren. Das gibt dir Zeit deine Gedanken zu sammeln. Falls du denkst, dass Teil 1 nicht so gut gelaufen ist, dann mach dir bitte keine Sorgen. Du brauchst einen freien Kopf für den nächsten Teil. Hier kannst du eventuelle Fehler aus deinem Vortrag wieder gutmachen, denn 60 Punkte von insgesamt 100 im Modul der mündlichen Prüfung gelten als bestanden und der zweite Teil liegt noch vor dir. Später kannst du über Teil 1 reflektieren, denn dafür ist jetzt erstmal keine Zeit.

Atme also tief durch und konzentriere dich nun auf die bevorstehende Diskussion im Teil 2. Mit deiner Vorbereitung und Übung zuhause oder im Unterricht bist du aber auch darauf gut vorbereitet! Und denke immer daran, deinem Gesprächspartner geht es genauso wie dir. Macht euch nicht gegenseitig nervös und vergleiche dich nicht mit ihm. Ihr seid im Moment ein Team und solltet euch gegenseitig unterstützen. Dann schafft ihr das gemeinsam!

Also, 3.. 2.. 1.. weiter geht’s mit Teil 2

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